Lohnsteuerrechner

Netto ist nicht gleich Brutto. Die Lohnsteuer, die Sozialversicherungsabzüge und weitere Beiträge schmälern das vom Arbeitnehmer hart erarbeitete Geld deutlich. Mit dem Lohnsteuerrechner rechnen Sie aus was übrig bleibt!

Was zählt ist das, was am Ende auf dem Gehaltszettel steht. Und wenn Sie nicht gerade einen Minijob ausüben, dann dürften Sie netto deutlich weniger bekommen als Brutte. Lohnsteuerklasse, Kirchenzugehörigkeit, Kinderfreibeträge und viele weitere Faktoren spielen eine wichtige Rolle dafür, wie hoch der Lohnsteuerabzug vom Lohn ist. Nicht nur der Lohnsteuerabzug plus Kirchensteuer + Solidaritätszuschlag (Soli) wirkt sich auf den Nettolohn aus, sondern auch der Abzug der Sozialversicherungsbeiträge. Hier schlagen in erster Linie Rentenversicherungsbeiträge mit insgesamt fast 20 % und die Krankenversicherungsbeiträge mit ca. 15 % zu Buche. Doch auch die eher geringen Sätze für Pflegeversicherung ca. 2,5 % und Arbeitslosenversicherung ca. 2 % knabbern am Nettogehalt. Die Nettolohnberechnung ist aufgrund der vielen Einflussfaktoren sehr individuell und von Hand umständlich auszuführen. Daher hilft Ihnen dabei Lohnsteuerrechner auf dieser Seite. Der Lohnsteuerrechner rechnet nicht nur die Höhe der Lohnsteuer aus, sondern auch die Höhe der Sozialversicherungsbeiträge.

Lohnsteuerrechner für's Gehalt

Monatliches Bruttogehalt in €.
Lohnsteuerklasse wählen.
Bei Steuerklasse IV mit Faktor (siehe Lohnsteuermerkmale).
Gegenwert von geldwerten Vorteilen, die der Arbeitgeber gewährt.
Betriebliche Altersvorsorge, die im Lohn enthalten ist.
Höhe des (jährlichen Steuerfreibetrags).
Ankreuzen, falls Sie Kinder haben.
Auswahl der Zahl der Kinderfreibeträge.
Bei Kirchensteuerpflicht den Kirchensteuersatzes auswählen.
Geben Sie Ihren Geburtsjahrgang (mit vier Stellen) an.
Häkchen entfernen, falls keine Pflicht zur Arbeitslosenversicherung besteht.
Häkchen entfernen, falls keine Pflicht zur Rentenversicherung besteht.
Häkchen entfernen, falls keine Pflicht zur Krankenversicherung besteht.
Häkchen setzen, falls keine Beitragspflicht zur Arbeitskammer besteht.
Höhe des monatlichen Beitrags für die private Krankenversicherung, sofern privatversichert.
Häkchen setzen, falls der Arbeitgeber die privaten Krankenversicherung bezuschusst.

Anleitung Lohnsteuerrechner

Pflichteingabe im Lohnsteuerrechner ist die Höhe Ihres Bruttolohns. Optional können Sie weitere Angaben machen und Parameter verändern, um die Berechnung an Ihre persönliche Situation und an die auf der Lohnsteuerkarte bzw. bei den elektronischen Lohnsteuermerkmalen beim Finanzamt erfassten Steuermerkmale anzupassen. Wichtig für die Höhe des Nettolohns ist hier vor allem die Wahl der richtigen Lohnsteuerklasse. Weitere Angaben zu Kirchensteuerpflicht, Freibeträgen, Kinderfreibeträgen, Hinzurechnungsbeträgen, Beiträge zu betrieblichen Altersvorsorge sind sinnvoll, um ein möglichst genaues Ergebnis zu erzielen. Im Bereich der Sozialabgaben können Sie einzeln auswählen, ob Versicherungspflicht in der Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung und der Krankenversicherung besteht. Bei der Krankenversicherung können Sie ggf. Beiträge für die private Krankenversicherung und ggf. den Arbeitgeberzuschuss angeben. Klicken Sie mit der Maus nach Erfassung der relevanten Daten auf die Schaltfläche „Lohnsteuerrechner starten".

Warnhinweis:

Für die Korrektheit der Ergebnisse kann keine Haftung oder Gewährleistung übernommen werden. Der Lohnsteuerrechner wurde mit großer Sorgfalt erstellt und errechnet anhand der gemachten Angaben in der Regel genaue Ergebnisse.

Anwendungsfälle für den Lohnsteuerrechner

Was kann man mit dem Lohnsteuerrechner alles anstellen? Da in Arbeitsverträgen meist das Bruttogehalt angegeben ist, kann man den Rechner nutzen, um schon vor der ersten Gehaltszahlung auszurechnen, mit wie viel Nettogehalt man zu rechnen hat. Ein weitere Anwendungsfall wäre die Simulation der Auswirkungen von Teilzeitarbeit auf den Lohn. Wenn man z. B. die Arbeitszeit halbiert, dann halbiert sich in der Regel das Bruttogehalt. Dies heißt jedoch nicht, dass sich das Nettoarbeitsentgelt ebenfalls halbiert. Durch die Progression in der Lohnsteuertabelle fällt die Senkung des Nettogehalts niedriger aus. Der Lohnsteuerrechner kann hierüber Auskunft geben. Auch die finanziellen Auswirkungen eines Kirchenaustritts, einer privaten Krankenversicherung oder von Kinderfreibeträgen können mit dem Nettolohnrechner überprüft werden. Immer wieder interessant ist auch die Frage, wie hoch das Nettoentgelt wäre, wenn man dieses oder jenes Bruttoarbeitsentgelt verdienen würde.

Praxis der Lohnsteuerberechnung

Wie funktioniert die Lohnsteuerberechnung mit dem Lohnsteuerrechner? Die Berechnung ist aufwändig, aber auch gar nicht so kompliziert, wenn man auf die Lohnsteuertabelle für die verschiedenen Steuerklassen, die vom Bundesministerium für Finanzen herausgegeben wird, zurückgreift. Ausgangspunkt für die Lohnsteuerberechnung ist das Bruttoentgelt, dass zunächst um Hinzurechnungsbeträge und Abzugsbeträge bereinigt werden muss. Hinzurechnungsbeträge, die zum Bruttoentgelt hinzukommen, können z. B. geldwerte Vorteile, die durch den Arbeitgeber gewährt werden (kostenloses, Essen in der Kantine, Dienstwagen, …), sein. Abzuziehen sind z. B. Freibeträge, die bei den elektronischen Lohnsteuermerkmalen bzw. auf der Steuerkarte vermerkt sind. Dazu gehören auch Kinderfreibeträge. Der Abzug für einen vollen Kinderfreibetrag, der nicht versteuert werden muss, beträgt derzeit 7.008 €. Allerdings werden Kinderfreibeträge bei der Lohnsteuer mit gezahltem Kindergeld verrechnet. Sie wirken sich nur aus, wenn die Steuerersparnis durch sie höher ist, als das Kindergeld. Ein Elternteil bekommt in der Regel für jedes Kind einen halben Kinderfreibetrag zugestanden. Leistungen für betriebliche Altersvorsorge sind bis zum einem Prozentsatz von 4% vom Bruttoeinkommen lohnsteuerfrei und sozialabgabenfrei. Eine weitere Pauschale von 1800 € ist steuerfrei. Der gehört zumindest ein Teil der betrieblichen Altersvorsorge ebenfalls zu den Abzugsbeträgen.

Ist der bereinigte Bruttolohn ermittelt kann die Lohnsteuer anhand der Lohnsteuertabelle für die jeweilige Lohnsteuerklasse abgelesen. Der Lohnsteuerrechner nutzt keine Tabelle, sondern berechnet die Lohnsteuer nach dem Programmablaufplan des Bundesministeriums für Finanzen. Charakteristisch für das Steuersystem in Deutschland ist die Progression der Steuer mit steigendem Einkommen. Das heißt für jeden zusätzlich verdienten Euro wird ein höherer Steuersatz gezahlt als für die bisher verdienten Euros. Dies führt auch bei Inflation regelmäßig zu sinkenden Reallöhnen durch die kalte Progression. Die Bruttolöhne steigen bei der kalten Progression zwar im besten Fall mit der Inflation, durch den höheren Steuersatz wird jedoch mehr vom Bruttolohn an Lohnsteuer abgezogen, so dass real weniger übrigbleibt.

Eine nicht unwesentliche Rolle für die Höhe der Lohnsteuer spielt die Eingruppierung in eine der sechs Lohnsteuerklassen. In der Lohnsteuerklasse 1 bzw. I befinden sich z. B. ledige Kinderlose Personen. Die Lohnsteuerklasse VI (6) ist für Zweitarbeitsverhältnisse und wird auf Lohnsteuerkarten für Arbeitsverhältnisse eingetragen, die neben der Haupterwerbstätigkeit ausgeübt werden. Die Lohnsteuerklasse II (2) ist für Alleinerziehende und die Lohnsteuerklassen III-V bieten Gestaltungsoptionen für Verheiratete bzw. Lebenspartnerschaften. Die unterschiedlichen Lohnsteuerklassen tragen durch Entlastungsbeträge, die zu unterschiedlichem Lohnsteuerabzug führen, den unterschiedlichen Lebensentwürfen Rechnung.

Auf die ermittelte Lohnsteuer muss noch der Solidaritätszuschlag (für die neuen Bundesländer im Beitrittsgebiet) zugeschlagen werden. Der so genannte Soli beträgt 5,5 % der Lohnsteuer. Besteht Kirchenzugehörigkeit, dann muss auch je nach Bundesland noch eine Kirchensteuer von 8 % oder 9 % auf die Lohnsteuer gezahlt werden. In Bremen gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit, dass ein so genannter Arbeitskammerbeitrag gezahlt werden muss.

Berechnung der Sozialabgaben

Der zweite große Posten neben der Lohnsteuer sind die Abgaben für die Sozialversicherungen, als da wären Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung. Diese Abzüge werden in Prozentzahlen angeben und werden bis auf Kranken- und Pflegeversicherung hälftig von Arbeitnehmer und Arbeitgeber gezahlt. Auch für den Abzug der Sozialversicherungsbeiträge wird vom Bruttogehalt ausgegangen. Hier ist jedoch zu beachten, dass es für die unterschiedlichen Sozialversicherungszweige unterschiedliche Beitragsbemessungsgrenzen gibt, die auch noch nach West und Ost differenziert sind. So gilt für Arbeitslosen- und Rentenversicherung West eine Beitragsbemessungsgrenze von jährlich 69.600 €. Alles vom Bruttoentgelt, was darüber hinausgeht wird bei der Berechnung der Abzüge nicht berücksichtigt. Die Beitragssätze für die Arbeitnehmer im Jahr 2013 liegen für die gesetzliche Krankenversicherung bei 8,2 %, 0,975 Prozent für die Pflegeversicherung für Eltern und Personen unter 23 Jahren bzw. 1,225 Prozent für Kinderlose. 9,8 Prozent müssen für die Rentenversicherung gezahlt werden und die Arbeitslosenversicherung kostet 1,5 %. Zusätzlich zu den Arbeitnehmeranteilen müssen die Arbeitgeber noch den Arbeitgeberanteil erbringen und weitere Umlagen z. B. für die Unfallversicherung zahlen. Der Nettolohnrechner errechnet nicht nur die steuerlichen Abzüge, sonderen auch die Abzüge für Sozialversicherungsbeiträge.

Wichtige Begriffe der Lohnsteuerberechnung (Glossar)

  • Bruttolohn

    Der Lohn der oben auf der Gehaltsabrechnung steht und keine Abzüge beinhaltet.

  • Kinderfreibetrag

    Ein Kinderfreibetrag hat eine Höhe von 7008 € und wird in der Regel hälftig auf die Elternteile verteilt. Die Steuerersparnis durch den Kinderfreibetrag wird im Rahmen einer Günstigerprüfung mit Kindergeld verrechnet.

  • Lohnsteuerklasse

    Eine Klasse in die Arbeitnehmer eingruppiert werden und die Auswirkungen auf den Lohnsteuerabzug hat. Es gibt die Lohnsteuerklassen 1-6.

  • Nettolohn

    Der Bruttolohn abzüglich der Abzüge für Steuern, Sozialversicherung und sonstige Beiträge.

  • Solidaritätszuschlag (Soli)

    Beitrag von 5,5% Prozent auf die Lohnsteuer, den alle Arbeitnehmer zusätzlich zur Lohnsteuer leisten müssen, für den Aufbau der neuen Bundesländer.

  • Versicherungspflichtgrenze

    Grenze für die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse. Entspricht in der Höhe der Beitragsbemessungsgrenze.